ein Schüler liest in einem Buch
Schüler in der Klasse
15.07.11 08:50 Alter: 7 yrs
Kategorie: Top News, Haus Rheinfrieden Pressemitteilungen
15.07.11

Rhöndorfer Schüler unterstützen den Petitionsausschuss

Hajo Slawski und Marcel Goller wollen barrierefreien Bahnhof


Termin vor Ort am Bhf. Rhöndorf

Ortstermin am Bahnhof

Termin am Bahnhof Rhöndorf

v.l.n.r. Rita Klöpper, Hajo Slawski, Wally Feiden, Marcel Goller

Der Petitionsausschuss des Landes Nordrhein-Westfalen mit ihrer Vorsitzenden Rita Klöpper machte sich am Rhöndorfer Bahnhof ein Bild von den existentiellen Nöten behinderter Menschen.

Nach dem Wegfall der sog. „Überquerungshilfe“ stranden z.B. die Rollstuhlfahrer des Hauses Rheinfrieden auf Gleis 2. Dort können sie den Bahnsteig nicht verlassen, denn eine lange und steile Treppe verhindert dies.

Der Bürger- und Ortsverein Rhöndorf hat -unterstützt von vier weiteren Ortsvereinen und der katholischen Kirche- die Petition eingereicht.

Hajo Slawski und Marcel Goller sind Schüler des Nell-Breuning-Berufskollegs in Haus Rheinfrieden und werden nicht müde, auf diesen unglaublichen Missstand hinzuweisen. Nun kam es zu dem Außentermin des Petitionsausschusses, an dem über 50 Bürgerinnen und Bürger ihr Interesse bekundeten und ihre Nöte schilderten. Die beiden Schüler dokumentierten ihre umfangreiche Korrespondenz mit der Bahn AG und den politischen Organen, beklagten aber, dass keine Lösung angeboten werde und sie weiterhin auf einem Abstellgleis landen. Diese unhaltbaren Zustände kritisierten sowohl Einrichtungsleiter Matthias Menge, als auch Schulleiter Hans Peter Küpper.

Rita Klöpper machte deutlich, dass zunächst eine Bestandsaufnahme gemacht werde und der Petitionsausschuss dann versuchen wolle, als Mediator auf die Bahn AG zuzugehen, um eine unkomplizierte Lösung für alle Beteiligten anzubahnen.

Die beiden fleißigen Schüler werden dies in Rhöndorf nicht mehr erleben, denn ihre Schulzeit endet im Sommer 2011. Mittlerweile wurden sie gar in den Deutschen Bundestag eingeladen, um im Rahmen einer Fachtagung ihre Erfahrungen in dem Thema „Inklusion“ einzubringen.