ein Schüler liest in einem Buch
Schüler in der Klasse
13.06.12 08:23 Alter: 6 yrs
Kategorie: Top News, Haus Rheinfrieden Pressemitteilungen
13.06.12

100 Jahre Haus Rheinfrieden - 500 Gäste feiern das Doppeljubiläumubiläum


Scheckübergabe

Scheckübergabe durch das Siebengebirgsprinzenpaar

Schirmherr Norbert Killewald

Schirmherr Norbert Killewald

Matthias Menge und Bernd Schäfer

Matthias Menge und Bernd Schäfer mit der Spende für Haus Rheinfrieden

Das kölsche Motto:  

„Zwei joode Gründ zom fiere met de Fründ!“

 

Einrichtungsleiter Matthias Menge begrüßte daraufhin die Festgemeinde, bedankte sich für den Beistand Petri und wünschte allen Gästen, vor allem aber den Schülerinnen und Schülern sowie den Mitarbeitenden ein gutes Gelingen.

 

Bernd Schäfer, Vorsitzender der Studienförderung Rheinfrieden e.V., hielt die Festrede und erinnerte an die genossenschaftlichen Anfänge des Hauses, das 1912 als Lehrererholungsheim am „rheinischen Nizza“ gebaut und von den Steyler Missionsschwestern hauswirtschaftlich geleitet wurde. Er erinnerte auch an die dunklen Zeiten der Enteignung durch die Nazis, an die Kriegsschäden und die Rückübertragung Anfang der 50er Jahre. Besonders aber ging er auf die seit 1952 bestehende Kooperation mit der Josefs-Gesellschaft ein, eine Kooperation, die nun über 6 Jahrzehnte nicht nur funktioniert, sondern ein Fundament bildet für moderne Rehabilitationsarbeit. Um diese zu stärken überreichte er Einrichtungsleiter Menge einen dicken Scheck über 5000 € für den Ausbau eines Bewohnerzimmers nach den technischen Möglichkeiten des "Ambient Assisted Living".

 

Nach dem Grußwort des Verbandes für Bildung und Erziehung (VBE) durch Frau Mathia Arent-Krüger ergriff der Geschäftsführer der Josefs-Gesellschaft, Dr. Theodor Michael Lucas, das Wort. Er würdigte die Entwicklung der JG und von Haus Rheinfrieden, beginnend mit den Idealen eines Heinrich Sommer hin zur Hilfe zur Selbsthilfe bis zur Empowerment-Idee, sowie der gesamtgesellschaftlichen Zielsetzung der gelebten Inklusion. Er mahnte an, „den Wandel zum Freund zu machen“ und diesen aktiv am Puls der Zeit zu gestalten.

 

Schirmherr Norbert Killewald, Beauftragter des Landes NRW für die Belange von Menschen mit Behinderung, übermittelte die Grüße der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und freute sich über die gleichberechtigte Teilhabe der jungen Hausbewohner am Leben im Rheinfrieden und im städtischen Gemeinwesen. Er wünschte dem Haus und dem Nell-Breuning-Berufskolleg aus Anlass des Doppeljubiläums eine gute und erfolgreiche Zukunft.

 

Schließlich überraschte das Prinzenpaar des Siebengebirges, Stefan I. und Andrea I. der Session 2012, die JG-Einrichtung am Fuße des Drachenfelses. Sie spendeten den Erlös aus dem Verkauf ihrer Karnevals-CD komplett dem Haus Rheinfrieden: satte 1225 €!


Die fleißigen Schülerinnen und Schüler, die motivierten Mitarbeiter von Haus und Schule hatten ein buntes und farbenfrohes Programm zur Unterhaltung ihrer Gäste auf die Beine gestellt: Darts, Dosenwerfen, Pony Reiten, Irisch Dancing, Tischtennis, Rolli-Parcours, Fair Trade, Ebay, Flohmarkt, Tombola, amerikanische Versteigerung, Spielmannszug TV Eiche, Reuter and Friends, DJ-Music, Hüpfburg für die Kleinsten – alle hatten ihren Spaß. Vor allem die guten Gespräche mit den vielen ehemaligen Schülern des Hauses hatten einen besonderen Wert. Die exzellente Bewirtung der Hauswirtschaft mit deftigen Steaks, Bratwürsten, Salaten, Pommes sowie leckeren Getränken stellte jeden Besucher zufrieden.


Sportlicher Höhepunkt war das Spiel der Traditionsmannschaft des 1.FC Köln gegen eine Auswahl der Schüler. Fast 500 Zuschauer verfolgten das Match und rieben sich die Augen, wie das Team Rheinfrieden den Geißböcken um Weltmeister Wolfgang Overath, Stefan Engels, Carsten Cullmann und Holger Gaißmayr Paroli bot. Chance um Chance spielte sich die Elf von Trainer Christoph Sakierski heraus, konnten aber gegen spielerisch überlegene Kölner zum guten Schluss nichts ausrichten: 16:8 hieß es am Ende für die Rothemden. Overath selbst steuerte vier Treffer bei und sagte für das nächste Sommerfest wieder zu – dann sei er über 70!


Allen, die an dem schönen und erfolgreichen Fest mit Rat und Tat mitgewirkt haben, ein herzliches „Dankeschön“.