Haus Rheinfrieden

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    Lehrer und Schüler lesen in einem Buch
    28.08.14 08:32 Alter: 3 yrs
    Kategorie: Top News, Haus Rheinfrieden Pressemitteilungen
    28.08.14

    Internet & Co.: Schüler unterrichten Schüler

    Learn-Event am Nell-Breuning-Berufskolleg


    Julian Langfort (stehend) und Marcel Kuhn (im Rolli) sind die „alten Hasen“, sie kümmern sich um die Neuen Christina Leykum, Jaqueline Schollmeyer und Ina Koloseike (von vorn). Sie richten ihren Email-Account ein.

    Niclas Theißen und Erik Pfennigsdorf (vorn) sind neu in der Höheren Handelsschule und haben viel Spaß bei der Einweisung zum Lerntag am NBBK durch Monika Wieches und Thomas Litsch.

    Schule geht auch anders! Schon fast traditionell organisieren sich Schüler/innen des NBBK in Haus Rheinfrieden in der 1. Unterrichtswoche des neuen Schuljahres selbst. Sie unterrichten einander, lernen voneinander und unterstützen sich gegenseitig am sog. Learn-Event, wenn sie sich an 10 Lernstationen in die Fachsprache rund um Internet und Social Media einarbeiten.


    Versehen mit einem Laufzettel besuchen die neuen Schüler/innen der Handels- und Höheren Handelsschule diese Lernpunkte, verteilt im ganzen Haus, wo sie auf die „alten Hasen“ der Oberstufen treffen. Die haben multimedial (Notebook, Powerpoint und Beamer) kompakte Informationen aufbereitet, die sie in einem kurzen Vortrag präsentieren. Z.B. an Station 1: Wie organisiere ich mein Unterrichtsmaterial im Schulnetzwerk und in der Cloud?  Oder an Station 2: Termin- und Aufgabenverwaltung mit MS Outlook. Ziel ist es zunächst, dass sich die Schüler befähigen, sich innerhalb des Rhöndorfer Netzwerks zu bewegen und die miteinander in Kommunikation zu treten.

     

    Nach den Vorträgen können die „Neuen“ Fragen stellen, dann ist didaktisches Geschick bei den „Alten“ gefragt. Sind alle Ungereimtheiten vom Tisch, kommen die Schüler ins Schwitzen, denn sie müssen sich Prüfungsaufgaben stellen, die ausgewertet werden. Maximal 30 Minuten benötigen sie für eine Station. Haben sie alles durchlaufen (Laufzettel!) und alles zur Zufriedenheit gelöst, winkt am Ende ein Zertifikat, eine erste positive Rückmeldung im neuen Schuljahr. Über die rein funktionalen Schulthemen hinaus werden die Kids auch über Chancen und Risiken des Internets informiert: Schnelles Suchen & Finden im Internet mit Boolschen Operatoren, Internetsecurity – Was ist Malware und wie schütze ich mich davor? Virus? Trojaner? Phishing? Was ist zu beachten?

     

    Zwei letzte Stationen werden besonders intensiv besucht: Facebook – Datenschutz und Cybermobbing. Wie muss ein Profilfoto aussehen, welche „sicheren“ Einstellungen müssen gewählt werden, um nicht in die Datenfalle zu tappen? Wie kann ich Cybermobbing entgehen? Auch Youtube und Twitter werden gestreift, was sollte ich einstellen, was nicht, wie twittere ich in welchem Umfang und in welcher Intention? Spielerisch nähern sich die Schüler den Social Media, erlernen Fachsprache und gewinnen Interesse. Eine klassische win-win-Situation, in der die traditionelle Lehrerrolle an der Schulgarderobe abgelegt werden kann.

     

    Carlo Sander, Fachlehrer für Informationswirtschaft, hat die Idee des Lerntages aufgegriffen, fortgeschrieben und jeweils neuen Schülergruppen angepasst. Die Kunst ist es, alles ins Rollen zu bringen, die Motivation bei Schülern zu entwickeln, selbst und verantwortungsvoll tätig zu werden. „Es freut uns besonders, wenn Schüler engagiert und mit Freude den Newcomern unter die Arme greifen, Medienkompetenzen vermitteln und erste Kontakte knüpfen“, sagt Sander.